Birgit Rodolphe von der Commerzbank zur Bafin.

Commerzbank/Alexandra Lechner

03.09.21
Persönlich & Personal

Commerzbankerin Birgit Rodolphe heuert bei der Bafin an

Die Bafin hat sich die Dienste der Commerzbankerin Birgit Rodolphe gesichert. Mit ihrem Weggang kann die Gelbbank auch einen Executive-Posten einsparen.

Die Commerzbank verliert eine langjährige Managerin: Birgit Rodolphe verlässt die Bank und heuert bei der Finanzaufsicht Bafin an. Dort wird sie ab 1. November als Exekutivdirektorin den Geschäftsbereich Abwicklung verantworten, zu dem auch die Abteilungen für Geldwäscheprävention sowie für die Integrität des Finanzsystems gehören, wie die Bafin mitteilte.

Rodolphe folgt in der Position auf Thorsten Pötzsch, der als Exekutivdirektor den Bereich Wertpapieraufsicht und Asset Management übernimmt. Diesen leitete er zuletzt übergangsweise, nachdem seine Vorgängerin Elisabeth Roegele den Posten im Frühjahr im Zuge der Neuaufstellung der Behörde in Folge des Wirecard-Skandals geräumt hatte. Auch Bafin-Präsident Felix Hufeld war seinerzeit abgetreten.

Der neue Bafin-Präsident Mark Branson bezeichnete die Verstärkung des Führungsteams als wichtigen Schritt und lobte Rodolphe als „ausgewiesene Bankexpertin“ und „eine große Bereicherung für die Bafin“.

Birgit Rodolphe ist eine langjährige Commerzbankerin

Mit Rodolphe muss die Commerzbank den Weggang einer verdienten Managerin verkraften: Rodolphe ist seit 1984 in verschiedenen Managementpositionen für die Dresdner Bank und die Commerzbank aktiv. Speziell ihr Fachwissen im Bereich Sanierung und Geldwäsche soll sie nun bei ihrem neuen Arbeitgeber einbringen. Zuletzt war Rodolphe bei der Gelbbank als Bereichsvorständin „Non‐Financial Risk“ für das Management von nicht‐finanziellen Risiken im Firmenkundensegment  tätig.



Rodolphe ist Firmenkundenexpertin und verantwortete in den neunziger Jahren das Firmenkundengeschäft für die zur Dresdner Bank gehörende Deutsch-Südamerikanische Bank in Panama. Nach mehrere Stationen bei der Dresdner Bank in Frankfurt am zog es sie von 2002 bis 2005 nach New York an den „Big Apple“, wo sie ein Jahr für die Eurohypo arbeitete und anschließend für die Dresdner Bank den Abbau eines Distressed-Debt-Portfolio von 7,2 Milliarden US-Dollar an Non Performing Loans begleitete.

Die Commerzbank baut um

Im Zuge der Finanzkrise war Rodolphe dann von 2009 an für die Commerzbank mehrere Jahre im Bereich „Intensive Care Corporates“, wo sie Kreditengagements mit Restrukturierungs‐ und  Sanierungsbedarf betreute.

Rodolphe soll bei der Commerzbank nicht ersetzt werden, wie ein Sprecher gegenüber der DerTreasurer-Schwesterpublikation FINANCE sagte. Der Bereich „Non-Financial Risk“ soll im Zuge der massiven Umbauten bei der Commerzbank künftig kein eigenständiger Executive-Bereich mehr sein. Ihr Segment soll dann in die neue Sparte „Segment Management & Business Controls“ integriert werden, den Ulrich Heitbaum leiten wird.

Weitere Informationen und Hintergründe zu der Personalie können Sie hier bei unserer Schwesterpublikation FINANCE nachlesen.

Eich[at]derTreasurer.de

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