Markus Nussbaumer verantwortet künftig das mittelständische Firmenkundengeschäft bei der BayernLB.

BayernLB

17.08.20
Persönlich & Personal

Markus Nussbaumer leitet Mittelstandsgeschäft bei der BayernLB

Die BayernLB hat mit Markus Nussbaumer einen neuen Chef für das mittelständische Firmenkundengeschäft berufen. Er kommt aus den eigenen Reihen.

Die BayernLB hat einen neuen Leiter für ihr mittelständisches Firmenkundengeschäft gefunden. Markus Nussbaumer wird diesen Bereich ab 1. September leiten. Er wird von München aus tätig sein und an Firmenkundenvorstand Michael Bücker berichten, heißt es in einer Mitteilung der Bank.

Nussbaumer folgt damit Stephan Hautkappe nach, der das Mittelstandsgeschäft der BayernLB seit Anfang 2019 verantwortet. Nach zehn Jahren bei der BayernLB wird Hautkappe die Bank nun nach einer „gewissen Einarbeitungszeit seines Nachfolgers“, wie ein Sprecher gegenüber DerTreasurer erklärte, „auf eigenen Wunsch“ hin verlassen.

Markus Nussbaumer ist „Eigengewächs“ der BayernLB

Mit Markus Nussbaumer hat sich die BayernLB für einen internen Kandidaten entschieden. Der Banker hat seine gesamte berufliche Laufbahn bislang bei der Landesbank verbracht. 2007 startete er als Trainee. Ab 2008 folgten unterschiedliche operative und strategische Vertriebsaufgaben. Fünf Jahre später übernahm er den Aufbau und die Leitung der Abteilung „Loan Structuring“ bei der BayernLB.

Seit 1. April 2017 leitete Nussbaumer das mittelständische Firmenkundengeschäft der BayernLB in Nürnberg und betreute von dort aus die Region Nordbayern und Mitte. Im Spätsommer vergangenen Jahres verabschiedete sich der Banker in ein 12-monatiges Sabbatical und fängt nun im September in neuer Position bei der Landesbank an.

Wie die BayernLB bislang durch die Coronakrise kam

Das Geschäft mit Firmenkunden ist derzeit nicht einfach. Wie die anderen Banken in Deutschland hatte auch die BayernLB in ersten Halbjahr dieses Jahres mit den Herausforderungen der Coronakrise zu kämpfen. Das Ergebnis vor Steuern halbierte sich im ersten Halbjahr wegen einer gestiegenen Vorsorge für Kreditausfälle auf 158 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2019 hatte das Vorsteuerergebnis noch bei 316 Millionen Euro gelegen.

Das Konzernergebnis nach Steuern fiel sogar um zwei Drittel auf 101 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2019 lag es bei 295 Millionen Euro. Wegen der Corona-Pandemie stockte die BayernLB wie viele ihrer Wettbewerber zudem auch ihre Risikovorsorge auf – um 65 Millionen Euro auf 75 Millionen Euro.

Zugleich gab die BayernLB eine Größenordnung an, wie viele weitere Jobs im Rahmen des Konzernumbaus wegfallen sollen. Der Arbeitsplatzabbau werde sich „voraussichtlich nochmals in einer ähnlichen Größenordnung bewegen wie der im Jahresabschluss 2019 bereits berücksichtigte Stellenabbau“, hieß es bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Mitte August. Im Rahmen der Umbaupläne hatte die Bank im vergangenen Dezember den Wegfall von 400 Stellen bekanntgegeben und zugleich erklärt, in den kommenden Monaten den Umfang weiterer Stellenstreichungen auszuarbeiten.

BayernLB mit erstem Halbjahr „zufrieden“

„Mit dem ersten Halbjahr 2020 sind wir trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zufrieden”, sagte Vorstandschef Stephan Winkelmeier vor einigen Tagen. Die Bank habe „solide operative Erträge erwirtschaftet“ und zugleich ihren Umbau vorangetrieben.

Die BayernLB will sich in den nächsten Jahren aus Teilen des Kapitalmarktgeschäfts zurückziehen, andere Bereiche, wie das DCM-Geschäft, hingegen weiter ausbauen. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass unsere strategischen Weichenstellungen richtig waren”, sagte Finanzchef Markus Wiegelmann der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe keinen Anlass für einen grundlegenden Kurswechsel.

Paulus[at]derTreasurer.de

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