E.on-Treasurer Henryk Wuppermann spricht über den aktuellen Schuldnerwechsel der ausstehenden Innogy-Bonds.

E.on

01.09.20
Persönlich & Personal

E.on-Treasury treibt Schuldnerwechsel voran

Bei E.on steht ein milliardenschwerer Schuldnerwechsel an. Henryk Wuppermann, Leiter Corporate Finance des Versorgers, spricht über die geplanten Transaktion bei den ausstehenden Innogy-Anleihen.

Beim Energiekonzern E.on steht der nächste Schritt bei der Integration von Innogy an. Dafür macht der Konzern den Anleihegläubigern von Innogy, die Bonds über 11,5 Milliarden Euro halten, das Angebot, die Papiere auf E.on als neuen Schuldner oder Garanten zu übertragen. Für einige der Anleihegläubiger dürfte das Prozedere nicht neu sein: Im Frühjahr 2017 vollzog Innogy selbst so einen Schuldnerwechsel, nach dem die Gesellschaft zuvor von RWE abgespalten worden war. Ein Teil der insgesamt 19 Anleihen wurde damals von RWE auf Innogy übertragen.

Für Henryk Wuppermann, Leiter Corporate Finance bei E.on, war das aus prozessualer Sicht durchaus ein Vorteil. „Innogy war damals das erste Unternehmen, das einen solchen Schuldnerwechsel nach deutschem Recht durchgeführt hat“, erklärt der Treasurer im Interview. „Wir konnten diese Transaktion in Teilen als Blaupause verwenden.“ Davon profitiert E.on etwa mit Blick auf die technische Umsetzung der noch anstehenden Gläubigerversammlungen.

Innogy-Bondholder gefragt

„Entscheidend ist allerdings am Ende die Investorenkommunikation“, betont Wuppermann. Mit der Ansprache der Anleihegläubiger habe das Team bereits im Frühjahr angefangen. „Wir haben die Investoren frühzeitig informiert, dass ein solcher Schritt erfolgen wird“, so Wuppermann. Denn letztlich müssen die Anleihegläubiger aktiv werden, um die Übertragung auf E.on anzunehmen.

Mindestens 50 Prozent der Bondholder müssen an einer virtuellen Gläubigerversammlung Anfang September teilnehmen, 75 Prozent davon müssen die Änderungen der Anleihebedingungen akzeptieren – dann gilt der Transfer für sämtliche Inhaber des jeweiligen Bonds. So sieht es das deutsche Schuldverschreibungsrecht vor.

Dieses Verfahren gilt für alle bis auf zwei Bonds, für die aufgrund ihrer Dokumentation ein anderer Prozess gewählt werden muss, bei dem es keine Mehrheitsentscheidung gibt. Diese Bonds können von jedem einzelnen Bondholder in neu auszugebende E.on-Anleihen getauscht werden.

Mit welchen Argumenten E.on die Bondholder von dem Wechsel überzeugen will, und welche konkreten Änderungen der Anleihebedingungen damit einhergehen, dass lesen Sie nach kurzer Registrierung kostenlos im aktuellen E-Magazin 16/2020 von DerTreasurer.
 
Koegler[at]derTreasurer.de

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