Knorr-Bremse hat zum zweiten Mal in zwei Jahren den Anleihemarkt angezapft.

Knorr-Bremse

06.07.18
Persönlich & Personal

Was Knorr-Bremse mit der neuen Anleihe plant

Kurz vor Bayers Milliarden-Bonds hat Knorr-Bremse den Anleihemarkt angezapft. Treasury-Chef Kai Gloystein erklärt, worauf es dem Bremsenhersteller bei der Emission ankam.

Der Bremsenhersteller Knorr-Bremse hat zum zweiten Mal binnen zwei Jahren den Bondmarkt angezapft und dieses Mal eine Anleihe über 750 Millionen Euro platziert. „Ziel der Emission war es, das aktuell gute Zinsumfeld zu nutzen und unseren Handlungsspielraum zu vergrößern“, erklärt Kai Gloystein, seit Anfang April Vice President Corporate Treasury der Münchener. Noch vor der Ankündigung der EZB, sich aus dem Anleihekaufprogramm zurückzuziehen, hatten sich die Zeichen verdichtet, dass die günstigen Finanzierungszeiten bald vorbei sein könnten. „Zudem haben wir durch die Transaktion unser Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital optimiert“, fügt er hinzu.

Knorr-Bremse zahlt für Anleihe 1,125 Prozent

Die neue Anleihe von Knorr-Bremse ist mit einem Zins von 1,125 Prozent versehen. Sie wurde knapp unter Par platziert, weswegen die Rendite etwas höher liegt. Das Papier läuft bis 2025 und wird mit A2 (Moody’s) und A (S&P) bewertet. Im Finanzierungsmix der Münchener enthalten sind weiterhin in etwa zur Hälfte gezogene zugesagte Kreditlinien über potentiell 2 Milliarden Euro sowie die Anleihe aus dem Jahr 2016, die auf ein Volumen von 500 Millionen Euro kommt.

Worauf Knorr-Bremse beim Timing geachtet hat und was sich bei den begleitenden Banken verändert hat, erfahren Sie im E-Magazin 13/2018 von DerTreasurer.

Eich[at]derTreasurer.de

Kredite, Schuldscheine, Anleihen: Deutsche Treasury-Abteilungen setzen immer wieder Großprojekte um. Spannende Hintergründe zu diesen finden Sie auf unserer Themenseite Treasurer im Interview.