Asklepios begibt ersten Social-Schuldschein

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Der Hamburger Klinikbetreiber Asklepios hat sein erstes Social-Schuldscheindarlehen platziert. Der Schuldschein im Volumen von 500 Millionen Euro ist in sieben Tranchen mit Laufzeiten von drei, fünf, sieben und zehn Jahren aufgeteilt. Genauere Angaben zu den Konditionen der einzelnen Tranchen wollte der Klinikbetreiber gegenüber DerTreasurer nicht machen. Alle sieben Tranchen seien jedoch am unteren Ende der jeweiligen Vermarktungsspanne abgeschlossen worden.

Der Debüt-Social-Schuldschein der Hamburger ist zugleich der erste unter dem im August neu aufgesetzten Social Finance Framework des Unternehmens. Die Emissionserlöse sollen im Bereich der sozialen Gesundheitsinfrastruktur eingesetzt werden. „Das neue Social-Schuldscheindarlehen ermöglicht uns die Finanzierung von Investitionen in unsere Gesundheitsinfrastruktur und schafft eine klare Zuordnung von Finanzierungsmitteln zum sozialen Nutzen unseres täglichen Handelns als Gesundheitskonzern“, erklärt Asklepios CFO Hafid Rifi in einer Pressemitteilung zur Transaktion.

Asklepios machte ein Umtauschangebot

Neben der Finanzierung des Baus von Krankenhäusern und Pflegeheimen umfasst das Social Finance Framework von Asklepios auch Projekte für die Digitalisierung des Gesundheitssystems sowie Programme und Initiativen zur Ausbildung und Qualifizierung von Gesundheitspersonal. Das ursprünglich angedachte Emissionsvolumen in Höhe von 250 Millionen Euro konnte nach Angaben des Hamburger Klinikbetreibers aufgrund der großen Nachfrage auf 500 Millionen Euro verdoppelt werden.

Neben der offiziellen Vermarktung des Schuldscheins hatten Bestandsinvestoren, die den 2025 fällig werdenden Schuldschein von Asklepios gezeichnet haben, die Möglichkeit genutzt, im Rahmen eines Umtauschangebots in das neue Papier zu reinvestieren. Auf sie entfällt der Löwenanteil bei dem neuen Schuldschein. Rund 20 Prozent des Emissionsvolumens seien bei Neuinvestoren platziert worden, teilte Benedikt Brörmann, Konzernbereichsleiter Corporate Finance & Treasury bei Asklepios, in einer Pressemitteilung mit.

35 Prozent des Schuldscheinvolumens seien von ausländischen Investoren gezeichnet worden. Helaba, ING, LBBW und Unicredit begleiteten die Finanzierung als Arrangeure. Linklaters war bei der Transaktion Rechtsberater für Asklepios.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.