Mehr Transparenz durch genaue Nachverfolgung

06.11.17 12:31

Deutsche Bank beschleunigt internationale Zahlungen

Von Sabine Paulus

Die Deutsche Bank bietet ihren Firmenkunden seit heute den Tracking-Dienst der GPI-Initiative von Swift für Euro-Zahlungen an. Damit sollen Zahlungen schneller und besser nachvollziehbar werden.

Die Deutsche Bank ist eigenen Angaben zufolge das erste Kreditinstitut in Deutschland, das die GPI-Dienste für US-Dollar- und Euro-Zahlungen anbietet.

Foto links: Deutsche Bank, Foto rechts: Deutsche Bank, Mario Andreya; Montage: DerTreasurer,

Die Deutsche Bank ist eigenen Angaben zufolge das erste Kreditinstitut in Deutschland, das die GPI-Dienste für US-Dollar- und Euro-Zahlungen anbietet.

Die Deutsche Bank bietet ihren Firmenkunden seit dem heutigen Montag einen neuen Service für Euro-Zahlungen an, teilte das Kreditinstitut mit. Treasurer, die Kunden bei Deutschlands größtem Geldhaus sind, können damit über einen Tracking-Dienst den aktuellen Status ihrer Euro- und US-Dollar-Zahlungstransaktionen von der Aussendung bis zur Bestätigung der Gutschrift genau verfolgen.


Dank einer universellen Transaktionsreferenznummer, die mit der Zahlung verknüpft ist, können die Treasurer jederzeit nachvollziehen, wo sich ihre Zahlung befindet und welche Gebühren die involvierten Banken abgezogen haben. Seit Oktober ist dies Unternehmensangaben zufolge zudem auch schon für US-Dollar-Zahlungen möglich. Mehrere hundert Firmenkunden der Deutschen Bank nutzen diese US-Dollar-Funktionalität bereits, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage gegenüber DerTreasurer. Im ersten Quartal kommenden Jahres sollen weitere Währungen hinzukommen.

Der neue Service ist Teil einer Initiative des Finanznachrichtendienstleisters Swift. Vor mehr als eineinhalb Jahren hat dieser die Initiative Global Payments Innovation (GPI) ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr für Unternehmen durch einheitliche Standards im Korrespondenzbankengeschäft zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Internationale Zahlungen in weniger als 30 Minuten

Wie die Deutsche Bank weiter mitteilte, ist sie damit das erste Kreditinstitut in Deutschland, das über eine Programmierschnittstelle diese GPI-Dienste für US-Dollar- und Euro-Zahlungen Unternehmenskunden anbietet. Nur wenige Banken weltweit arbeiten demnach schon mit dieser cloud-basierten Lösung auf Basis offener Schnittstellen, durch das das Ökosystem im Korrespondenzbankensegment erstmals komplett („end-to-end“) miteinander verbunden ist.

GPI sei der neue Bauplan für grenzüberschreitende Zahlungen, sagt Michael Spiegel, Head of Cash Management und Head of Global Transaction Banking Deutschland bei der Deutschen Bank. „Erste Rückmeldungen haben gezeigt, dass viele Transaktion zwischen Kontinenten ent-to-end und vollständig nachverfolgbar in weniger als 30 Minuten verarbeitet werden.“ Weltweit haben sich mehr als 120 Banken zu GPI bekannt. Sie bilden Deutschen Bank zufolge 75 Prozent des globalen Zahlungsverkehrsvolumens ab.

Paulus[at]derTreasurer.de

Mehr zur GPI-Initiative erfahren Sie in der Printausgabe 3-2017 von DerTreasurer.