Tui, Adidas, Sixt, Puma, Lufthansa und Kion – das sind nur einige der Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie auf Staatshilfe angewiesen sind. Zweifellos sind dabei die Hilfskredite der staatlichen Förderbank derzeit bei den Unternehmen die erste Wahl. Rund 57.000 Anträge über ein Gesamtvolumen von mehr als 45 Milliarden Euro sind bis Anfang Juni bei der KfW eingegangen. Davon sind laut der staatlichen Förderbank rund 55.000 Anträge in einem Volumen von etwa 29 Milliarden Euro zugesagt.
Banken bearbeiten Tausende Anträge für KfW-Kredite
Die in Deutschland aktiven Banken sind dabei durchaus unterschiedlich stark bei der Bearbeitung der KfW-Krediten gefragt: „Wir haben über 5.000 Anfragen nach KfW-Mitteln, die bei uns oder bei der KfW aktuell in Bearbeitung sind“, sagte Stefan Bender, Leiter Unternehmensbank Deutschland bei der Deutschen Bank Ende Mai. Dem stünden rund 1.000 Ablehnungen gegenüber. Hierbei handele es sich „größtenteils“ um Anträge von Unternehmen, die „von vornherein“ nicht für die Programme berechtigt seien.
Bei der Commerzbank sieht es Ende vergangenen Monats ähnlich aus: „Wir haben rund 20.000 Finanzierungs- und Informationsanfragen erhalten, mehr als die Hälfte davon bezogen sich auf die KfW-Programme“, sagte Stefan Otto, Bereichsvorstand Mittelstandsbank Nord/West bei der Commerzbank. Insgesamt mehr als 4.500 Anträge zu KfW-Krediten hat die gelbe Bank eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Coronakrise genehmigt.
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Sabine Paulus ist Redakteurin bei DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Finanzierung, Fintechs sowie Personal und Organisation im Treasury.


