Novartis begibt Sustainability-linked Bond

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Der Schweizer Pharmakonzern heizt die Diskussion über das Green-Finance-Instrument ESG-linked Bonds erneut an. Während sich bei Krediten die Kopplung der Zinsen an eine Nachhaltigkeitskomponente immer weiter verbreitet, ist der Mechanismus am Bondmarkt noch eine Ausnahme. Die erste Transaktion dieser Art platziert im Herbst 2019 der italienische Stromkonzern Enel.

Nun hat sich Novartis angeschlossen: Die Schweizer haben einen Sustainability-linked Bond über 1,85 Milliarden Euro begeben. Der Bond läuft bis 2028 und wird zunächst mit 0 Prozent verzinst. Novartis hat die Verzinsung der Anleihe an das Erreichen von sozialen Zielen gekoppelt. Erreicht der Konzern diese nicht, steigt der Kupon ab 2026 um 25 Basispunkte.

Novartis setzt auf soziale Ziele bei ESG-linked Bond

Konkret geht es darum, den Zugang von Patienten in ärmeren Ländern zu innovativen Therapien bis 2025 um 200 Prozent und zu klassischen Novartis-Programmen (wie Malaria- oder Lepra-Behandlungen) um 50 Prozent zu erhöhen. Der Konzern betont in der Mitteilung, dass weltweit etwa 2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu grundlegender Medizin und Gesundheitsversorgung haben. Zudem würden pro Jahr etwa 100 Millionen Menschen durch Kosten für Medizin verarmen.

Mehr Details zu der Transaktion, wer das neuartige Instrument sonst noch nutzt und wie die EZB der Verbreitung von Sustainable-linked Bonds hilft, lesen Sie nach dem Login im E-Magazin 19/2020.

 

Antonia Kögler ist Redaktionsleiterin bei DerTreasurer. Sie schreibt über Finanzierung und Asset Management und verfolgt alle Entwicklungen rund um das Thema Sustainable Finance.