Der Sieger des Treasury des Jahres 2018 Klaus Wirbel von der Rewe Group (Mitte) mit Vorjahressieger und Laudator Volker Heischkamp von Innogy (rechts) und Markus Dentz, Chefredakteur von DerTreasurer (rechts).

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22.11.18
Persönlich & Personal

Rewe Group gewinnt „Treasury des Jahres 2018“

Die Auszeichnung „Treasury des Jahres“ geht in diesem Jahr an das Treasury der Rewe Group. Am Galaabend der 14. Structured FINANCE nahm Klaus Wirbel den Preis stellvertretend für sein Team entgegen. Das Treasury konnte unter anderem mit einer ausgefeilten Digitalisierungsstrategie punkten.

Das Treasury-Team der Rewe Group ist in diesem Jahr zum „Treasury des Jahres“ gekürt worden. Klaus Wirbel, Leiter Finanzen/Group Treasurer des Kölner Touristik- und Handelskonzerns, nahm die Auszeichnung gestern im feierlichen Rahmen des Galaabends auf der 14. Structured FINANCE entgegen.

Den Preis, der in diesem Jahr von dem Supply-Chain-Finance-Anbieter Traxpay unterstützt wurde, übergaben in diesem Jahr Jurymitglied und Vorjahressieger Volker Heischkamp, Leiter Treasury von Innogy, und Chefredakteur Markus Dentz von DerTreasurer.

Rewe Group überzeugte mit Digitalisierungsprojekten

Unter dem Stichwort „Genossenschaft goes digital“ konnte die Rewe Group die Jury in diesem Jahr überzeugen. In den vergangenen Monaten investierte Klaus Wirbel mit seinem Team viel Zeit und Arbeit, um viele Prozesse im Treasury zu digitalisieren. Das Team baute die Inhouse-Bank aus und konnte deshalb manuelle Prozesse reduzieren und auch die Zahl der Bankkonten senken.

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Zudem schloss Wirbel mit seinen Mitarbeitern die Zentralisierung und Automatisierung des Devisenhandels ab. Ziel der Maßnahmen: Die Transparenz der konzernweiten Fremdwährungsrisikopositionen sollte erhöht werden. Außerdem lassen sich dadurch bessere Konditionen erreichen – zum Beispiel durch Bündelung oder Netting.

Das ist nur eine kleine Auswahl der umfassenden Digitalisierungsprojekte der Rewe Group. Auch beim mobilen Zahlen am „Point of Sale“ und weiteren Bereichen kam das Team voran.

Jumboschuldschein der Rewe Group

Investitionen rund um das Thema Digitalisierung müssen finanziert werden: Eine Möglichkeit, das zu tun, hat das Rewe-Treasury gleich zu Jahresbeginn eindrucksvoll genutzt. Der Konzern platzierte einen Schuldschein über 1 Milliarden Euro – bislang immer noch der größte Schuldschein des laufenden Jahres.

Auf die Shortlist für die begehrte Auszeichnung hatten es neben der Rewe Group in diesem Jahr das Spezialchemieunternehmen Atotech, der Agrarhändler BayWa, der Sportartikelhersteller Puma und der Betreiber von Onlinemarktplätzen Scout24 geschafft.

Treasury des Jahres: Die Jury

Wer mit dem Preis ausgezeichnet wird, entscheidet in jedem Jahr eine Jury aus Corporate Treasurern sowie Vertretern von Banken und Dienstleistern aus der Treasury-Community auf Basis von anonymisierten Exposés. Zu unsere Juroren zählten in diesem Jahr Andrej Ankerst (BNP Paribas Deutschland), Rando Bruns (Merck), Michael Hannig (Voith Finance), Volker Heischkamp (innogy), Günther Jakob (Lonza Group), Christoph Koch (Hüttenes-Albertus), Michael Mattig (Nordex), Michael Schütt (Fraport), Helmut Springer (Ion Group), Olaf Weber (Vonovia) und Axel Zwanzig (Marquard & Bahls).

Koegler[at]derTreasurer.de

Wie Klaus Wirbel und sein Team bei der Digitalisierung des Treasury vorangegangen sind, berichtet der Preisträger hier bei FINANCE-TV.