Carsten Hils / INTL

11.07.18
Risiko Management

INTL startet Handelsplattform für exotische Währungen

Handelsplattformen wie 360T und FXall haben die Transparenz und den Wettbewerb im Devisenmarkt deutlich erhöht. Jetzt startet der Zahlungsdienstleister INTL FCStone seine eigene Plattform – und will damit blinde Flecken abdecken.

Ist die Marge, die die Bank für die FX-Konvertierung einbehält, kompetitiv? Beim US-Dollar, britischen Pfund und anderen liquiden Währungen können Treasurer diese Frage leicht beantworten. Über Handelsplattformen wie 360T und FXall holen sie Gebote ein. Dort können sie mit Blick auf die gängigen Datenanbieter vergleichen, ob die Preise den aktuellen Kursen entsprechen. Für Geschäfte in Bolivien, Armenien und anderen exotischen Ländern ist das schwieriger. „Für Währungen in Entwicklungsländern liegen oft keine Referenzwerte vor“, sagt Carsten Hils, globaler Leiter der Zahlungsverkehrssparte von INTL FCStone.

Der in Großbritannien ansässige Finanzdienstleister will das Problem der mangelnden Transparenz im Währungsmanagement lösen und hat dafür vor kurzem seine Devisenhandelsplattform FXePrice vorgestellt. Korrespondenzbanken können so handelbare Devisenkurse in 140 Währungen elektronisch übermitteln. „Wir gehen dorthin, wo 360T und FXall nicht sind“, meint Hils, der das INTL-Angebot nicht als Konkurrenz zu den etablierten Plattformen verstanden wissen will.

Lücken im Angebot von 360T und FXall?

Seiner Darstellung zufolge geht es vor allem um Entwicklungsländer, in denen der Betrieb einer auf extrem hohe Geschwindigkeit ausgelegten Plattform aufgrund schlechter Internetverbindungen nicht möglich ist. Die webbasierte Lösung von INTL komme dagegen mit diesen Umständen klar. Von den 350 Banken, mit denen INTL kooperiert, sind bislang fünf an die Plattform angeschlossen. Bis Ende 2019 sollen es fast alle sein.

Welche Banken ihren Kunden Zahlungen via INTL anbieten und wie sich der Dienstleister finanziert, das erfahren Sie in unserem aktuellem E-Magazin.

Backhaus[at]derTreasurer.de

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