Corestate hat seine Treasury-IT mit drei Projekten neu geordnet, sagt Treasury-Chef Tobias Wriedt.

Corestate Capital

17.06.20
Software & IT

Corestate findet richtige IT-Aufstellung im Treasury

Corestate musste aufgrund seines starken Wachstums in der Vergangenheit, seine IT-Landschaft im Treasury neu aufstellen. Treasury-Chef Tobias Wriedt spricht mit DerTreasurer über das neue Treasury-IT-Set-up bei dem Immobilieninvestmentmanager.

Der Investmentmanager und Co-Investor Corestate Capital ist in den vergangenen Jahren schnell gewachsen und verwaltet inzwischen ein Vermögen von rund 28 Milliarden Euro. Unter Lars Schnidrig, dem ehemaligen Vonovia-Treasurer und heutigem Corestate-CEO, sollte auch die Treasury-Abteilung ausgebaut und professionalisiert werden. Zu diesem Zweck kam im April 2018 Tobias Wriedt als Leiter Treasury in die Frankfurter Zentrale.

Da Corestate stark organisch und durch Zukäufe gewachsen ist, war die IT-Landschaft im Treasury bei Wriedts Einstieg recht heterogen. „Wir nutzten allein im Zahlungsverkehr sechs unterschiedliche Systeme und verfügten über mehr als 100 Ebics-Zugänge. Einige Mitarbeiter mussten zwei Systeme nutzen oder teilten sich Zugänge“, erinnert sich Wriedt. Das habe klar erkennbare Nachteile gehabt: „Die Struktur der Kontovollmachten war uneinheitlich, die Prozesse teilweise verschachtelt und redundant“, sagt er rückblickend. „Das öffnete Tür und Tor für Betrug und Falschnutzung.“ Ein Finanzstatus auf Tagesbasis sei deshalb „schwer erstellbar“ gewesen.

Corestate arbeitet im Zahlungsverkehr mit über 50 Banken

Deshalb wollte Wriedt ein professionelles Tool einführen – oder gleich mehrere. Die Systemauswahl war nicht so leicht, weil der Immobilieninvestmentmanager diverse Eigenheiten hat: So verfügt Corestate wegen des speziellen Geschäftsmodells über rund 1.500 Konten und arbeitet im Zahlungsverkehr mit über 50 Banken zusammen. „Außerdem müssen wir etwa 200 Kreditverträge managen“, sagt Wriedt. „Wir haben täglich mit Drittparteien wie Accounting-Dienstleistern oder Property Managern zu tun, die Zahlungen veranlassen.“

Teilweise betreibt Corestate zudem ein sogenanntes Warehousing, bei dem Immobilienobjekte übergangsweise über die eigene Bilanz finanziert werden. „Auch deren Historie müssen wir sauber abbilden.“ Eine wichtige Rolle spielt die Regulatorik: Corestate wird von Aufsichtsbehörden wie der Bafin oder der Luxemburger CSSF überwacht. Speziell Fondsprojekte müssen systemseitig revisionssicher und nachvollziehbar abgebildet werden.

Bei der Softwareauswahl stellte sich Corestate daher viele Fragen. Welche dies waren und wie der Immobilieninvestmentmanager schlussendlich bei der Einführung der Systeme vorgegangen ist, erfahren Sie im E-Magazin 11-2020.

Dentz[at]derTreasurer.de

Wriedts Vortrag im Rahmen des 8. Cash Management Campus können Sie hier anschauen.

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