Der Automobilzulieferer Continental hat sich an den Markt für grüne Finanzierungen gewagt und Anfang November erstmals einen ESG-linked Loan abgeschlossen. Der revolvierende Kredit hat ein Volumen von 4 Milliarden Euro und ersetzt eine vorherige Kreditlinie über 3 Milliarden Euro. Den Kredit stellten 27 Banken zur Verfügung. Deutsche Bank und BNP Paribas agierten als Konsortialführer, die Franzosen waren als Sustainability-Advisor mandatiert.
„Wir sind auch von Banken darauf angesprochen worden, ob wir uns vorstellen könnten, eine nachhaltige Komponente in die Finanzierung einzubeziehen“, berichtet Stefan Scholz, Leiter Finance & Treasury bei Continental. „Die Transaktion von Henkel war für uns intern der Anstoß gewesen, über die Aufnahme in unserer revolvierenden Kreditlinie nachzudenken“, ergänzt er.
DerTreasurer-Themenseiten
Zusätzlicher Anreiz für Nachhaltigkeitsziele
In den internen Gesprächen über die Ausgestaltung der Finanzierung, in denen auch die Nachhaltigkeitsabteilung des Konzerns eine wichtige Rolle spielte, kristallisierte sich schnell heraus, dass Continental den Kredit nicht an ein Nachhaltigkeitsrating koppeln wollte. Steffen Schwartz-Höfler, Head of Sustainability bei den Hannoveranern, erklärt warum: „Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ist nicht an ESG-Ratings ausgerichtet, damit wollten wir diese auch nicht in den Mittelpunkt stellen. Uns ging es vielmehr darum, einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, uns bei unseren bestehenden Nachhaltigkeitszielen weiter zu verbessern.“
An welche Ziele der Konzern den Kredit schließlich koppelte und wie Treasurer Scholz die künftige Entwicklung beim Thema Nachhaltigkeit einschätzt, erfahren Sie im E-Magazin 24-2019.
Antonia Kögler ist Redaktionsleiterin bei DerTreasurer. Sie schreibt über Finanzierung und Asset Management und verfolgt alle Entwicklungen rund um das Thema Sustainable Finance.


