Zentralbank will Rubel 2015 freigeben

04.07.14 08:02

Rubel: Treasurer müssen sich auf mehr Volatilität einstellen

Von Desiree Backhaus

In der Ukraine-Krise gibt es Signale der Annäherung, der Rubel-Wechselkurs hat sich daher zuletzt wieder stabilisiert. Doch langfristig müssen Treasurer sich auf mehr Volatilität bei der russischen Währung einstellen, denn die Zentralbank will den Rubel schon 2015 freigeben.

Der Kreml setzt auf Entspannung in der Ukraine-Krise - und die russische Zentralbank kehrt zur Rubel-Liberalisierung zurück.

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Der Kreml setzt auf Entspannung in der Ukraine-Krise - und die russische Zentralbank kehrt zur Rubel-Liberalisierung zurück.

Unternehmen mit Russland-Geschäft waren zuletzt wegen der Rubel-Schwäche stark gebeutelt. Dieser Trend kehrt sich nun langsam um: Dank der zaghaften Annäherung im Ukraine-Konflikt hat der Rubel zuletzt wieder an Wert gegenüber Euro und US-Dollar gewonnen: Bekam man zum Höchststand Mitte März für einen Euro fast 51 Rubel, sind es heute nur noch rund 47 Rubel.

Doch Treasurer sollten weiterhin ein genaues Augenmerk auf den Wechselkurs legen: Denn die russische Zentralbank bekräftigte nun mit ihren jüngsten Taten das Ziel, den Rubel bis 2015 vollständig den Marktkräften zu überlassen. Das bedeutet, dass sich Unternehmen künftig dauerhaft auf mehr Volatilität bei der russischen Währung einstellen müssen – und entsprechend stärker auf die Absicherung schauen.

Wie die russische Zentralbank vorgeht und welchen Einfluss die Freigabe des Wechselkurses auf die Verfügbarkeit von Absicherungsinstrumenten hat, lesen Sie bei unserer Schwesterpublikation FINANCE.


Backhaus[at]derTreasurer.de