Unternehmensgründer wechseln in Aufsichtsrat

06.01.17 10:12

Softwareanbieter Coconet bekommt neuen Vorstand

Von Sabine Paulus

Die zweite Generation an Vorstandsmitglieder steht seit Jahresbeginn an der Spitze des Unternehmens Coconet. Der Lösungsanbieter für digitale Bankportale ist derzeit vor allem aufgrund der regulatorischen Änderungen im Zahlungsverkehr und Cash Management gefordert.

Das neue Führungstrio von Coconet: Axel Wiethoff, Christian Schmidt und Björn Hassing (v.l.n.r.)

Coconet

Das neue Führungstrio von Coconet: Axel Wiethoff, Christian Schmidt und Björn Hassing (v.l.n.r.)

Zu Beginn des Jahres bekommt Coconet einen neuen Vorstand. Christian Schmidt übernimmt den CEO-Posten, Axel Wiethoff und Björn Hassing ziehen neu in den Vorstand des Softwareanbieters ein, wie das Unternehmen mitteilte.

Der 54-jährige Schmidt ist schon seit vergangenem Jahr im Vorstand von Coconet tätig. Zuvor hat er für die Deutsche Bank und als Unternehmensberater für Banken und Versicherungen gearbeitet. Der 50-jährige Wiethoff und der 36-jährige Hassing waren Unternehmensangaben zufolge zuletzt als  Geschäftsführer innerhalb der Coconet-Gruppe tätig.

Mit dem neuen Führungstrio leitet nun die zweite Generation die Geschicke des Lösungsanbieters für digitale Bankportale. Die Unternehmensgründer und ehemaligen Vorstände Lothar Wosnitza und Ulrich Blank sowie der frühere Coconet-CEO, Ulrich Lischewski, wechseln Unternehmensangaben zufolge zeitgleich in den Aufsichtsrat. Alle drei blieben Hauptaktionäre der Gesellschaft, heißt es in einer Mitteilung.

PSD2, GPII und Instant Payments beschäftigen Treasurer 2017

Coconet bietet Zahlungs- und Cash-Management-Lösungen sowie mobile Banking-Apps für zahlreiche Banken – darunter Citi, ING und UniCredit – an, die diese wiederum im Firmenkundengeschäft nutzen. Im Zahlungsverkehr stehen in den kommenden Monaten einige regulatorischen Änderungen an, bei deren Umsetzung Coconet ihre Kunden unterstützen will, erklärt der neue CEO Schmidt.

So muss  die europäische Richtlinie für Zahlungsdienste (PSD2) bis Anfang 2018 in nationales Recht umgesetzt werden. Das Regelwerk für den sogenannten Sepa Instant Credit Transfer, das ein einheitliches Euro-Zahlungsverkehrsverfahren in Echtzeit (Instant Payments) ermöglicht, tritt Ende dieses Jahres in Kraft. „In fünf Jahren dürften Echtzeitzahlungen die neue Normalität sein“, sagte Kate Pohl, Leiterin Transaction Service Sales bei der ING in Deutschland, im Frühjahr vergangenen Jahres zu DerTreasurer.

Profitieren dürften Treasurer vor allem auch von der Etablierung einheitlicher Standards im Korrespondenzbankengeschäft. Vor gut einem Jahr hat der Finanznachrichtendienstleister Swift seine Global Payment Innovation (GPI) Initiative ins Leben gerufen. Seit kurzem ist das erste GPI-Produkt auf dem Markt: Swift hat einen Tracking-Dienst entwickelt, der den aktuellen Status einer Zahlungstransaktion von der Aussendung bis zur Bestätigung der Gutschrift offenlegt.

Paulus[at]derTreasurer.de

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