Vorgänger Luca Corsini steigt auf

07.07.17 10:39

UniCredit ernennt Doppelspitze für Trade-Finance-Bereich

Von Sabine Paulus

Das Trade-Finance-Geschäft der UniCredit wird künftig von zwei Leitern verantwortet. Adeline de Metz und Raphael Barisaac übernehmen die Aufgaben von Luca Corsini. Dieser wird im August zum Co-Chef des Global Transaction Bankings aufsteigen.

Adeline de Metz und Raphael Barisaac leiten künftig zusammen den Trade-Finance-Bereich der UniCredit.

UniCredit, Montage: DerTreasurer

Adeline de Metz und Raphael Barisaac leiten künftig zusammen den Trade-Finance-Bereich der UniCredit.

Bei der UniCredit geht die personelle Neuaufstellung im Transaction Banking weiter. Diesmal ist der dazu gehörige Trade-Finance-Bereich betroffen. Diesen werden künftig Adeline de Metz und Raphael Barisaac gemeinsam leiten, wie die Bank mitteilt. Beide folgen Luca Corsini nach, der im August zum neuer Co-Chef des globalen Transaction Bankings der italienischen Großbank aufsteigen und diesen Bereich zusammen mit Jan Kupfer leiten wird. De Metz und Barisaac werden direkt an die beiden GTB-Co-Chefs Corsini und Kupfer berichten.

Kupfer arbeitet in München, wo der Stammsitz der UniCredit-Tochter HypoVereinsbank ist. GTB-Co-Chef Corsini hat seinen Standort hingegen in Mailand. Von dort aus werden auch De Metz und Barisaac den Trade-Finance-Bereich der UniCredit leiten.

Adeline de Metz kam 2012 zur UniCredit und wurde im vergangenen Jahr zur globalen Leiterin des Bereichs Working Capital Solutions ernannt. Vor ihrem Wechsel nach Italien arbeitete de Metz als Head of Retail Industry Group und Deputy Head of Coverage bei der französischen Investmentbank Natixis.

Raphael Barisaac ist erst seit zwei Jahren als Global Head of Trade Products bei der UniCredit an Bord. Er kam von Surecomp, einem Anbeiter von globalen Handelslösungen, wo er mehr als 15 Jahre tätig war. Seine Karriere startete Barisaac 1994 in der Mercantile Bank.

UniCredit will Transaction Banking ausbauen

Das Trade-Finance-Geschäft gehört bei der UniCredit neben dem Zahlungsverkehr und dem Cash Management zum Transaction Banking. Diesen Bereich will die italienische Großbank eigenen Angaben zufolge „deutlich ausbauen“ und weitere Marktanteile gewinnen.

Einer Umfrage des US-Beratungshauses Greenwich Associates zufolge gehört die UniCredit schon jetzt zu den Top-Banken im europäischen Trade-Finance-Bereich. Sie teilt sich zusammen mit der HSBC den dritten Platz im Ranking der europäischen Trade-Finance-Banken. Jeweils ein Viertel der Befragten gaben zu Beginn dieses Jahres an, 2016 die Produkte der UniCredit genutzt zu haben. Platz eins belegte die französische Großbank BNP Paribas, deren Trade-Finance-Angebot 36 Prozent der Befragten einsetzten. Auf Platz zwei folgt die Deutsche Bank mit einer Marktdurchdringung von 30 Prozent.

In Deutschland sieht das Bild etwas anders aus: Hierzulande wickeln 75 Prozent der 60 befragten deutschen Unternehmen ihr Trade-Finance-Geschäft mit der Commerzbank ab. Auf Platz zwei liegt die Deutsche Bank mit einer Marktdurchdringung von 70 Prozent. Die Trade-Finance-Produkte der UniCredit, die in Deutschland durch die Hypovereinsbank  vertreten ist, nutzen 52 Prozent der Unternehmen hierzulande.

Paulus[at]derTreasurer.de

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