Als Präsenzveranstaltung wie 2019 wird der Cash Management Campus dieses Jahr zwar nicht stattfinden. Die Themen sind aber wieder hochaktuell.

F.A.Z. Business Media

15.06.21
Cash Management & Zahlungsverkehr

Cash Management Campus: Das ist das Programm 2021

Digitaler Euro, Request to Pay, E-Commerce – beim heutigen Cash Management Campus dreht sich (fast) alles um Trends im Zahlungsverkehr. Doch auch Liquiditätsplanung und Digitalisierung post Corona stehen auf der Agenda.

Zahlungsverkehr ist spannend – für diese Aussage wäre man vor ein paar Jahren noch belächelt worden. Doch inzwischen ist das Thema Payments nicht nur für Banken sexy, sondern auch für Treasurer hochrelevant. Denn im Zuge der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen gewinnt die schnelle, bequeme und günstige Zahlungsabwicklung an Bedeutung. Das gilt für den (Online-)Händler bis hin zum Maschinenbauer.

Die gestiegene Bedeutung des Themas spiegelt sich auch im Programm des diesjährigen Cash Management Campus (CMC) wider, der am heutigen Dienstag stattfindet. Die Redaktion von DerTreasurer richtet das Event  zum neunten Mal gemeinsam mit BNP Paribas aus. Als Partner sind zudem das Systemhaus Omikron und der Treasury-Softwareanbieter Ementexx dabei. Wegen der Corona-Pandemie wird der CMC wie im vergangenen Jahr digital stattfinden. Über diesen Link können sich Kurzentschlossene noch anmelden.

Zahlungsverkehr: Siemens und Henkel geben Einblicke

Trends im Zahlungsverkehr ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm. Beispiel Henkel: Der Konsumgüterhersteller verkauft inzwischen immer mehr Produkte direkt an den Endverbraucher, ohne zwischengeschaltete Händler. Für das Treasury bedeutet dies, dass man plötzlich auf der Eingangsseite mit völlig neuen Bezahlmethoden konfrontiert ist. Wie die Abteilung damit umgeht und welche Herausforderungen dies für das Cash Management mit sich bringt, das erläutern Ulrich Borgstädt, Treasury-Chef von Henkel und Marc Rommerswinkel, Projektmanager für Direct-to-Customer Payment Solutions, in einem On-Stage-Interview.

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Noch weniger konkret, aber nicht minder revolutionär ist das Aufkommen von programmierbaren Währungen im Zahlungsverkehr. In China testet die Zentralbank bereits einen digitalen Renminbi, Facebook will seine Kryptowährung Diem in diesem Jahr auf den Markt bringen. Bis es einen digitalen Euro geben wird, dürfte es allerdings noch bis 2025 dauern, deutet EZB-Chefin Christine Lagarde kürzlich an.

Warum sind programmierbare Währungen für das Treasury relevant? Welche Chancen und Risiken gehen damit einher? Ramin Ghafari, Head of Financial Technologies im Treasury von Siemens gibt beim Cash Management Campus einen Einblick, warum sich der Konzern für programmierbare Währungen interessiert und welche Anforderungen das Treasury an einen digitalen Euro hat.

Cash Management post Corona

Der zweite große Themenkomplex des Cash Management Campus dreht sich um die Lehren der Coronakrise für das Treasury. In einer Podiumsdiskussion zum Auftakt diskutieren Dominik Paschinger (Mann+Hummel) und Pfleiderer-Treasurer Carsten Linker, der zugleich im Vorstand des Verbands Deutscher Treasurer aktiv ist, mit Andrej Ankerst (BNP Paribas) und Gregor Opgen-Rhein (Omikron) über die Digitalisierungsbaustellen im Treasury – von Prozessautomatisierung über elektronisches Bankkontenmanagement bis zur Verbesserung des Cash Forecastings.

Stichwort Liquidität: Das Motto „Cash is King” gilt gut ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie weiterhin. Die Krise ist längst nicht überstanden, gutes Working Capital Management ist für das Treasury wichtiger denn je. Ein Instrument, um Liquidität freizusetzen, ist Reverse Factoring. Der Online-Händler Zalando gehört zwar zu den Profiteuren der Krise, hat sein Reverse-Factoring-Programm aber dennoch aufgestockt. Warum, das berichtet Stephan Albers, Team Lead Financing & Capital Market bei den Berlinern.

Ebenfalls in den Fokus gerückt ist die Liquiditätsplanung: Hier berichtet Steven Williams, Treasury-Chef des Telekommunikationsausrüster Adva, wie das Unternehmen mit der pandemiebedingten Unsicherheit umgeht. Besonders spannend: Adva bezieht auch Ware aus Wuhan – die chinesische Metropole, die zuerst von der Pandemie betroffen war.

buchholz[at]derTreasurer.de

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