Deutsche Bank: Daniel Schmand übernimmt neue Rolle

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Daniel Schmand übernimmt bei der Deutschen Bank eine neue Aufgabe. Ab dem heutigen 1. Februar ist er Head of Coporate Banking and Branch Operations bei Deutschlands größtem Geldhaus. Das geht aus einem internen Memo der Bank hervor, das DerTreasurer vorliegt. Es handelt sich hierbei um die zentrale Einheit, die für den Betrieb der Unternehmensbank zuständig ist, die Schmand jetzt leitet.

In dieser Position folgt Schmand auf Jürgen Feil, der von Gülabatin Sun ebenfalls zum 1. Februar die globale Leitung für KYC-Operations bei Deutschlands größten Geldhaus übernimmt. Sun werde künftig eine andere Stelle in der Bank einnehmen, sagte ein Sprecher gegenüber DerTreasurer. Näheres hierzu ist aber noch nicht bekannt.

„Wir wollen das Thema KYC innerhalb der Unternehmensbank und der Investmentbank stärker miteinander verbinden“, begründet der Sprecher die personelle Neuorganisation gegenüber DerTreasurer. Zudem sollten dadurch Kosten gespart und Synergien gehoben werden.

Schmand profitierte vom Umbau

Mit dieser Neuorganisation im Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank bekommt Daniel Schmand ein gänzlich neues Aufgabenportfolio. Der gebürtige Reutlinger ist bislang für die Handelsfinanzierung (Trade Finance) und das komplette Firmenkundenkreditbuch der Bank zuständig gewesen. Zusätzlich hat der Deutsch-Banker, der bereits seit über 30 Jahren für das Kreditinstitut tätig ist, auch die Region EMEA (ohne Deutschland sowie Großbritannien/Irland) verantwortet. Schmand war damit 2019 einer der großen Gewinner, als die Deutsche Bank ihre neue Corporate Bank aufbaute.

Stefan Hoops, Leiter der Unternehmensbank der Deutschen Bank, wird laut Bankangaben die Handelsfinanzierung interimistisch übernehmen. Das institutionelle Cash Management werde Schmand hingegen weiter verantworten, heißt es in dem Memo weiter.

Zahlungsverkehr: Deutsche Bank will in Asien wachsen

Daneben gibt es auch im Cash Management der Deutschen Bank eine Veränderung: Ole Matthiessen, Leiter des globalen Cash-Managements der blauen Bank, wird von Frankfurt nach Singapur umziehen. Das bestätigte der Sprecher gegenüber DerTreasurer. Zuerst hatte die „Börsen-Zeitung“ darüber berichtet.

Von seinem neuen Standort aus soll Matthiesen demnach in derselben Funktion das intraasiatische Geschäft im Zahlungsverkehr zwischen Unternehmen ausbauen. „Wir wollen im intraasiatischen Zahlungsverkehr künftig einen Wachstumsschwerpunkt legen“, sagt der Banksprecher weiter. Der Umzug von Matthiessen solle „Signalwirkung mit Blick auf asiatische Kunden“ haben.

Viele asiatische Unternehmen verlassen sich im Zahlungsverkehr bislang eher auf lokale Banken oder technologiegetriebene Dienstleister. Wettbewerber der Deutschen Bank – zum Beispiel Standard Chartered, HSBC oder Citigroup – sind dort ebenfalls sehr präsent.

Sabine Paulus ist Redakteurin bei DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Finanzierung, Fintechs sowie Personal und Organisation im Treasury.