Kai Bremer ist seit Anfang Februar bei Autodoc an Bord. Seine Aufgabe: ein modernes Treasury aufbauen

Autodoc

02.05.22
Persönlich & Personal

Autodoc soll professionelles Treasury bekommen

Treasurer Kai Bremer soll beim Online-Autoersatzteilhändler Autodoc ein professionelles Treasury aufbauen. Zwei große Projekte liegen ihm zu Beginn am Herzen.

Spannende Aufgabe für Kai Bremer: Der 41-Jährige ist seit Anfang Februar bei Autodoc an Bord und soll nun bei dem Online-Autoersatzteilhändler ein professionelles Treasury aufbauen. „Diese Aufgabe, verbunden mit der Wachstumsstory von Autodoc, hat mich sehr gereizt“, sagt Bremer zu DerTreasurer.

Er kommt vom Industrieanlagenanbieter MAX Automation aus Düsseldorf, wo er von Juni 2019 bis Januar dieses Jahres das Treasury geleitet hat. Davor war er für Ernst & Young, Aldi Süd und die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) tätig. In seiner neuen Position berichtet er an Lennart Schmidt, Vice President Investor Relations, Financial Planning & Analysis and Treasury bei Autodoc, der ebenfalls erst seit dem Jahreswechsel 2021/2022 an Bord ist.

Seit der Gründung vor 13 Jahren kam Autodoc ohne eigene Treasury-Abteilung aus. Inzwischen sieht das anders aus: „Autodoc hat in sehr kurzer Zeit eine bemerkenswerte Größenordnung erreicht, die eine Implementierung neuer Prozesse überhaupt erst möglich und erforderlich macht“, sagt Bremer.

Die jährlichen Wachstumsraten des Berliner Autoersatzteilhändlers liegen nach eigenen Angaben bei über 30 Prozent. Im Jahr 2021 setzte das E-Commerce-Unternehmen erstmals mehr als 1 Milliarde Euro um und vertreibt seine Produkte außer in Deutschland inzwischen in 26 weiteren europäischen Ländern. Neben dem Headquarter in Berlin hat Autodoc auch Büros in der Ukraine. Aufgrund des Ukraine-Kriegs musste das Unternehmen jüngst auf seine Krisenpläne zurückgreifen, um die dortigen Kollegen in Charkiw, Kiew und Odessa in Sicherheit zu bringen.

Autodoc: Zwei Pojekte treibt Treasurer Kai Bremer voran

Der primäre Fokus von Bremer liegt beim Aufbau des Treasury zunächst auf der Optimierung der Zahlungsabwicklung. „Hier sind wir bislang mit einer überschaubaren Anzahl an Banken unterwegs und möchten nun einen Kernbankenkreis etablieren“, berichtet er. Sein Zielportfolio seien vier bis fünf Bankpartner, die sich geographisch ergänzen. „Zudem planen wir, auf eine bankenunabhängige Softwarelösung zu wechseln“, sagt Bremer. Personelle Unterstützung bekommt der Treasury-Chef bereits: Seit Anfang April ist der erste Treasury-Mitarbeiter an Bord.

Sein zweites großes Projekt liegt im Fremdwährungsmanagement: „Wir haben zunächst überprüft, welche konkreten Fremdwährungszuflüsse und -abgänge wir haben, um auf dieser Basis jetzt einen möglichst automatisierten Prozess zu etablieren“, sagt Bremer. Sein mittelfristiges Ziel ist ein Cash Pool in Euro. Über Themen wie Request to pay und die Abwicklung über Instant Payments denkt der Autodoc-Treasurer ebenfalls nach. Aber das ist so wie das Thema Asset Management noch Zukunftsmusik.

Paulus[at]derTreasurer.de